Ayurvedische Ernährung – Eine Alternative?

von Ramses am 19. Juni 2010 · Kein Kommentar

Erst vor ein paar Tagen habe ich behauptet: Yoga ist voll im Trend. Ich erweitere meine These nun und sage, dass ayurvedische Ernährung mindestens genauso gefragt ist wie Yogastudios. Die uralte, oft diskutierte und nicht wirklich wissenschaftliche Lehre traditioneller, indischer Heilkunst wird bei uns im Westen immer häufiger erwähnt und findet viele Anhänger, vor allem natürlich Yogafreunde und esoterische Menschen.


Ayurvedische Ernährung/Focus Gesundheit [→ original]

Die 3 Typen: Vata, Pitta, Kapha

Ayurveda (→ ausführlich bei Wikipedia.org) setzt sich aus vielen Elementen zusammen, darunter Massagen, Reinigungstechniken, speziellen Yogatechniken, kenntnisreicher Pflanzenkunde und schließlich einer fundierten Ernährungslehre, die nachfolgend erklärt wird.

Die sogenannten Doshas (Typen):

  1. Vata (Wind, Luft und Äther, Pneuma), das Bewegungsprinzip
  2. Pitta (Feuer und Wasser, Chole), das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip
  3. Kapha (Erde und Wasser, Phlegma), das Strukturprinzip

Allgemeine Empfehlungen für alle Dosha-Typen

  • nur essen, wenn man Hunger hat
  • keine Zwischenmahlzeiten (= Snacks) zu sich nehmen
  • die Hauptmahlzeit mittags einnehmen
  • drei Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einlegen
  • sich nicht völlig satt essen
  • nur frische Lebensmittel essen
  • viel Wasser trinken

Spezielle Ernährungsempfehlungen

Da die drei Doshas (Typen) sich laut Ayurveda-Lehre sehr unterschiedlich in der Umwandlung von Nahrung in Energie (Informationen) verhalten, gibt es spezielle Empfehlungen für Vata, Pitta, Kapha:

  1. Vata-Typen neigen angeblich zu Verdauungsstörungen und sollen daher leicht verdauliche Speisen einnehmen
  2. Pitta-Typen seien unempfindlicher und haben angeblich ein starkes “Verdauungsfeuer”
  3. Kapha-Typen sollten viel frisches Obst und Gemüse essen

Fazit: Eine umstrittene Alternative

Aus meiner Sicht liest sich die Ayurveda-Lehre wie einer der vielen Guru-verseuchten, indischen Texte, die heute neu entdeckt und mit modernen Mitteln vermarktet werden. Ob es sich dabei um in hübsche und philosophisch anmutende Verse verpackte Placebos handelt oder nicht, spielt für den Erfolg des neuen Trends wohl keine Rolle.

Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, dem sei dieser Amazon.de-Bestseller in Sachen “ayurvedischer Ernährung” von Dr. Karin Pirc ans Herz gelegt: Kochen nach Ayurveda – Köstliche Küche für ein langes Leben

Viele Teile dieses Textes basieren auf dem Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Ayurveda, veröffentlicht unter einer CC 3.0-Lizenz

Infos für Yogafreunde

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, dann interessierst du dich sicherlich auch für kostenlose Yogatipps und -Tricks in Form wöchentlicher Updates:

Für Updates musst du lediglich hier deine E-Mail Adresse eingeben und du bekommst in Zukunft regelmäßige Tipps für deine Entwicklung als Yogi:

Diese Seite teilen und weiterempfehlen!

Werde unser Facebook-Freund

Schreib einen Kommentar