Winterdepressionen mit Yoga vorbeugen

von Gastautor am 26. Oktober 2011

Geübten Yogis sind die heilenden Effekte von Yoga natürlich mehr als bewusst. Aber auch in der breiten Bevölkerung wird es immer populärer, das allgemeine Wohlbefinden mithilfe von Yoga zu steigern. Allerdings ist es immer noch so, dass in den Wintermonaten bei mindestens 10% der Bevölkerung das allgemeine Wohlbefinden in den Keller absackt, sodass man auch von einer Winterdepression spricht.

Natürlich kann man seine Winterdepression mithilfe der Schulmedizin versuchen zu kurieren, jedoch ist es leider so, dass viele Psychopharmaka erst eine gewisse Anlaufzeit brauchen, bis sie das Ungleichgewicht im Gehirn wieder hergestellt haben und der Winterdepressive sich besser fühlt – je nachdem sind das sogar mehrere Monate. Und dann fängt ja schon wieder der Frühling an.

Was tun gegen Winterdepressionen?

Wir möchten Yoga nicht als Allheilmittel gegen Winterdepressionen darstellen, denn gegen wirklich schlimme Fälle können auch die besten Asanas nichts ausrichten. Sind die Symptome allerdings eher „harmlos“, kann Yoga durchaus dem Körper sowie der winterverdrossenen Seele wieder auf die Sprünge helfen und zu mehr Ausgeglichenheit führen. Typische Symptome für eine leichte Winterdepression sind beispielsweise folgende:

  • Stärkerer Hunger oder leichte Appetitlosigkeit
  • Unwohlsein und Stimmungsschwankungen
  • leichte Schlafstörungen oder ein erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Kopfschmerzen und Rückenverspannungen
  • Trägheit und Lustlosigkeit

Allerdings ist Yoga nicht der einzige Punkt, an den man anknüpfen kann. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, gegen Winterdepressionen vorzubeugen oder, wenn man bereits mitten drin ist, die Winterdepression zu bekämpfen.

Durch gutes Essen Winterdepressionen eindämmen

Achtung! Mit gutem Essen meinen wir nicht, dass du mehr essen sollst als sonst (es sei denn, du isst zu wenig). Wir meinen viel mehr, dass du beim Einkaufen darauf achten solltest, nur das Beste für deinen Körper in deinen Einkaufskorb zu packen.

Besonders wichtig ist vitaminreiches Obst und Gemüse. Vor allem Citrusfrüchte oder anderes Obst mit viel Vitamin C kann dazu führen, dass du dich seelisch wieder besser fühlst.

Achte darauf, dass du wenig Süßkram zu dir nimmst. Schokolade und Co. lösen zwar einen kurzzeitigen positiven Effekt aus, der ist aber schon nach kurzer Zeit passè und verführt dich nur, noch mehr Zucker zu essen. Das führt nicht nur zu einem schlechten Gewissen sondern auch zu unnötigen überflüssigen Pfunden.

Ernähre dich ausgewogen. Es ist wichtig, dass du versuchst, jeden Tag in der Woche etwas anderes zu essen. Jeden Tag nur Reis mit Gemüse geht vielleicht noch an den ersten Tagen, ist danach aber stark kontraproduktiv (obwohl es gesund ist), weil es dir schlicht aus dem Hals heraus hängt und du dich gar nicht mehr aufs Essen freust. Versuch daher, dich gezielt abwechslungsreich mit gesunden Gerichten zu verwöhnen. (Übrigens: Wenn du andere bekochen musst und die wegen fehlender Bratwurst und Fritten herummaulen – da müssen die mal durch!)

Sonne tanken

Auch im Winter scheint die Sonne. Es ist wichtig, dass du diese raren Sonnenstunden nutzt, um draußen spazieren zu gehen. Es ist wichtig, dass du diese Zeit draußen verbringst, denn Sonnenstrahlen erhöhen deinen Serotonin-Spiegel und senken gleichzeitig den Melatonin-Spiegel, sodass deiner Winterdepression geholfen wird.

Geregelt leben

Vor allem dann, wenn alles sinnlos erscheint und die Sonne scheinbar gar nicht mehr aufgeht, ist es wichtig, dass du jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehst, duschst und geregelt isst. Das lässt in dir ein Gefühl der Zufriedenheit entstehen, weil geregelte Abläufe Sicherheit bieten.

Such dir auch noch einmal ein schönes Hobby für die Wintermonate oder nimm an einem VHS-Kurs teil. Eine der wichtigsten Dinge für die menschliche Seele ist, eine Beschäftigung – einen Sinn – zu haben. Sicherlich hast du auch schon von Leuten gehört, denen es plötzlich besser ging, nachdem sie sich einen Welpen angeschafft hatten oder eine neue Fremdsprache lernten. Schau dich ruhig um: Die Volkshochschulen beispielsweise haben hervorragende Möglichkeiten, deine wintertriste Seele zu erhellen. Von Goldschmiedekursen bishin zu Börsenlehrgängen gibt es dort vieles, was es sich zu lernen lohn.

Yoga und andere Sportarten

Wie schon gesagt wollen wir Yoga nicht als Alleinheilmittel gegen Winterdepressionen anpreisen. Auch andere Sportarten wie Fechten, Reiten, Fussball und so weiter können helfen, Winterdepressionen vorzubeugen, denn Sport sorgt dafür, dass Endorphine – körpereigene Drogen – ausgeschüttet werden, die dafür sorgen, dass es uns besser geht.

Yoga ist andererseits besonders bekannt dafür, dass es Ungleichgewichte des Körpers (und des Geistes) wieder in Einklang bringen kann, wenn man die Übungen richtig und ernsthaft ausführt. Aus diesem Grund kann es durchaus das „Mittel der Wahl“ sein, wenn man seine Winterdepressionen vorbeugen möchte und gesund und munter durch die kalten Monate kommen möchte. Wir zeigen dir nun, welche Asanas besonders gut gegen Depressionen helfen können.

Diese Frau zeigt dir genau, was du zuhause gegen Depressionen tun kannst. Einfach nachahmen und wohlfühlen.

Hier zeigen wir den Sonnengruß, der auch sehr hilfreich bei physischen und psychischen Ungleichgewichten aller Art ist.

Zuletzt noch eine Atemübung für neue Energie.

Wir wünschen dir auf jeden Fall alles Gute, und dass dich Winterdepressionen gar nicht erst erreichen!

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